Der Aktionsplan des Hafens von Maó weist den Weg, um ihn zum Wirtschaftsmotor von Menorca zu machen

Der Aktionsplan des Hafens von Maó weist den Weg, um ihn zum Wirtschaftsmotor von Menorca zu machen

Maó

22/07/2016

Die Balearische Hafenbehörde (APB) und die Stadtverwaltungen von Maó und Es Castell haben das Dokument „Der Hafen von Maó: wirtschaftlicher  und kultureller Motor“ präsentiert, mit der Zielsetzung dem Hafen wieder zu seiner Vitalität zu verhelfen, die negative Tendenz der letzten Jahre – erschwert durch die Wirtschaftskrise und die Erweiterung des Hafens von Ciutadella – zu brechen  und ihn wieder zum wirtschaftlichen und kulturellen Motor der Stadt und der Insel zu machen.

Dieser Aktionsplan wurde am 21. Juli in Ca n’Oliver von Maó in Anwesenheit des Präsidenten der staatlichen Häfen, José Llorca, der Inselratspräsidentin von Menorca, Maite Salord, der Bürgermeisterin von Maó, Conxa Juanola, dem Bürgermeister von Es Castell, Luís Camps und dem Präsidenten der APB, Juan Gual de Torrella und weiteren Vertretern der menorquinischen Gesellschaft präsentiert.

Das Unternehmen Nearco hat die Ausarbeitung des Dokumentes koordiniert. Sechs Monate lang haben mehr als 80 Repräsentanten von öffentlichen Institutionen und von Unternehmens-, Sozial- und Kulturvereinigungen daran teilgenommen, aufgeteilt in vier Workshops: Handelshafen, Kreuzfahrthafen, Kreativhafen und Sport-, Natur- und Kulturhafen. Der Prozess ist noch nicht abgeschlossen, so dass Interessenten ihre Vorschläge per E-Mail an portdemao@portsdebalears.com schicken können.

Institutionelle Unterstützung

Obwohl noch einiges an Weg bevorsteht, würdigte der Präsident der staatlichen Häfen, José Llorca, die Tatsache, dass man nicht von Null aus starte. Nichtsdestotrotz mahnte er zu mehr Schnelligkeit bei der Bewilligung der Raumabgrenzung und Hafennutzung (DEUP), dem Rechtsinstrument für die Entwicklung spezieller Vorhaben. Auch appellierte er an die Zusammenarbeit zwischen den Institutionen. „Der Hafen steht im Dienst der wirtschaftlichen Aktivität und kann niemals ein Hindernis sein.“

Joan Gual schloss sich dieser Idee an und konstatierte, dass „der Hafen von Maó anders als andere Häfen behandelt werden muss“. Daraus sei dieser Aktionsplan unter der gemeinsamen Führung durch die APB und die Stadtverwaltungen von Maó und Es Castell und in Zusammenarbeit mit dem  öffentlichen und privaten Sektor entstanden.

Dazu die Bürgermeisterin von Maó, Conxa Juanola: “Wir stimmen alle darin überein, dass ein Kurswechsel notwendig ist. Dieses Dokument ist der Ausgangspunkt für einen Richtungswechsel im Hafen von Maó“. Für den Bürgermeister von Es Castell, Lluís Camps,  sollte es ein stabiles Modell sein, dass „nicht alle vier Jahre ausgewechselt werden muss“. Die Präsidentin des Inselrates von Menorca, Maite Salord, betonte die Notwendigkeit, Maßnahmen zu fördern, die es erlauben, die aktuelle Situation zu verändern.

Koordinierung mit Ciutadella

Die 40 Aktionen des Planes sind in zwei Blöcke unterteilt: Maßnahmen zur wirtschaftlichen und zur kulturellen Ankurbelung, die nautisch-sportliche Aktivitäten einschließen.

Im ersten Block wird vor allem der Vorschlag für eine komplementäre Verwaltung zwischen den Häfen von Maó und Ciutadella hervorgehoben, um für das Ungleichgewicht, das durch die Erweiterung des Hafens von Ciutadella entstanden ist, eine Lösung zu finden. Dieser Ansatz dient auch der Beziehung Hafen-Flughafen und anderen Häfen und Städten des Mittelmeerraumes, mit denen der Kreuzfahrtverkehr mittelgroßer Schiffe mit hohem Akquisitionspotential ausgebaut werden soll.
 

In diesem Block ist auch die Erweiterung der Hafenmündung vorgesehen, um die Navegationssicherheit zu verbessern sowie Aktionen, die die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen im Hafen verbessern, darunter ein Business-Gründungszentrum.

Was die Förderung kultureller und nautisch-sportlicher Maßnahmen betrifft, stehen der Vorschlag, einen Teil der Mittel der APB für kulturelle Projekte zu verwenden, die Ausarbeitung eines Planes für Ausrüstungen mit Investitionspriorität, das militärische Erbe mit seinen aktuellen und zukünftigen Nutzungen in Einklang zu bringen und das Projekt der Bildungseinrichtung des Hafens von Maó auf der Königsinsel („Isla del Rey“) im Vordergrund. Eine angemessene Einbringung von Dienstleistungen ist ein weiteres Thema, bei dem die Trockendockinstallationen, die Benzinversorgung und die Gangway des neuen Terminals die dringlichsten Probleme sind.